MIDAN Deutsch-Irakische Mittelstandsvereinigung e.V. vertritt die Interessen seiner
über 1200 deutschen und irakischen Mitglieder sowie diverser irakischer Verbände
und Institute. Ziel unserer Arbeit ist die Intensivierung und Förderung der deutsch-
irakischen Beziehungen. Der Verein unterhält 6 Niederlassungen in Bagdad, Erbil,
Syleymania, Duhok und Kirkuk.

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Der Vorstand der Deutsch-Irakischen Mittelstandsvereinigung e.V. – MIDAN – mit dem Präsidenten
Gelan Khulusi und dem Vize-Präsidenten Kurt Stach weilte vom 8. bis zum 16.Juli 2009 in der Region
Kurdistan in der Republik Irak. Dabei wurden die bestehenden Niederlassungen in Erbil, Suleymaniah
und Dohuk besucht.

Ein besonderer Anlass bestand im neu zu eröffnenden Büro in der keine 60 Kilometer von der iranischen
Grenze liegenden Stadt Suleymaniah, der zweitgrößten Stadt der Föderalen Region Kurdistan –Irak. Diese
Eröffnung fand in einem feierlichen Rahmen statt. In seiner Ansprache würdigte der Präsident Gelan Khulusi
die neue stadtzentrale Lage des Büros und wünschte dem Vorstand viel Erfolg bei der Arbeit unter den
neuen Bedingungen. Der jetzige Treffpunkt soll zum Mittelpunkt aller aktiven Unternehmen aus der Region
Suleymaniah zur Erhöhung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen werden.

In der ersten Vorstandsberatung wurden gegenseitig interessierende Themen erörtert, wobei das am
22. Oktober in Naumburg stattfindende 5. Deutsch-Irakische Unternehmertreffen mit den erforderlichen
Vorbereitungsaktivitäten den größten Zeitraum einnahm.


Zuvor besuchte erstmalig der deutsche Vorstand das neu eingerichtete Büro in Erbil, der Hauptstadt
Kurdistan –Irak. Auch hier wurden die gemeinsamen strategisch wichtigen Punkte einer noch stärkeren
Phase der Zusammenarbeit vielschichtig diskutiert und erste Maßnahmen hinsichtlich des Unternehmertreffens
in Naumburg mit allen geplanten organisatorischen Punkten besprochen. Im Rahmen des Aufenthaltes
in Erbil fanden auch wirtschaftlich interessierende Gespräche mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik
Deutschland, dem Ltr. des Büros des Ministerpräsidenten der autonomen Kurdenregion und darüber hinaus
mit namhaften Unternehmern aus der Region statt.

Als dritte Station wurde der Niederlassung in Dohuk ein Arbeitsbesuch abgestattet.

Auch hier, wie an beiden anderen Niederlassungs-Standorten in Erbil und Suleymaniah, fanden die
entsprechenden Beratungen in einer angenehmen Atmosphäre statt. (Bilder).

Einige Randerscheinungen, aber wichtige Eindrücke, sollen hier nicht unerwähnt bleiben:

Da alle Direktflüge aus Deutschland mit Ziel Internationaler Flughafen Erbil ausgebucht waren, erfolgte
die Einreise über die Türkei. Obwohl diese Route mit Auto ab Diyarbakir mit Grenzübertritt Zhako und
Weiterfahrt Erbil zeitaufwendiger und ebenso anstrengender als die Direktflüge sind, so muss man jedoch
konstatieren, das die Reiseroute zugleich abwechselungsreich und interessant war und damit ein besonderes
Reiseerlebnis darstellte. Übrigens, in ähnlicher Art und Weise, erfolgte auch die entsprechende Rückreise via
Türkei mit einem Zwischenaufenthalt in Mersin und anschließendem Abflug ab Adana mit Zwischenstopp in
Istanbul und Weiterflug nach Berlin.

Mit dem derzeitigen Bauboom entstehen in den Städten neue Wohngebiete, Bürogebäude in Form moderner
Hochhäuser und Glasbauten. Die Infrastruktur, wie Strassen- und Brückenbau, unterliegt einer ständigen
Verbesserung und man kann täglich die Veränderungen im Straßenbild der großen Städte beobachten.
In Erbil sind z.B. in den letzten 5 Jahren neue Stadtteile förmlich aus dem Boden gewachsen.
Die Bevölkerungszahl in Erbil ist von 700000 auf 1, 2 Millionen gewachsen.

Zur allgemeinen Sicherheit ist festzustellen, dass der irakische Teil Kurdistans sicher ist.
Man hatte während des gesamten Aufenthaltes zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, in Gefahrenmomente
zu geraten. Das sollte auch die noch vorhandenen Sicherheitsbedenken deutscher Unternehmen
ausräumen um damit zukünftig die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu intensivieren..


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